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12.02.2019 / Pascal Keller

Jedes Produkt ist anders – mit Finishing 4.0 verdienen Sie trotzdem!

Das Thema variable Daten ist in der grafischen Industrie hochaktuell und neben Automatisierung und durchgängigem Workflow ein wichtiger Baustein unserer Entwicklungsstrategie Finishing 4.0. Variable Data Printing (VDP) bedeutet heute weit mehr, als nur Namen aufzudrucken oder Textelemente auszutauschen. Wer seinen Kunden und dessen Bedürfnisse genau kennt, kann zielgerichtet individualisierte Printprodukte herstellen.

Der variable Druck beschränkt sich längst nicht mehr auf individualisierte Flyer, ein persönlich ansprechendes Direct-Marketing, personalisierte Geschäftsberichte oder sensitiven Transaktionsdruck, bei dem einzelne Text- oder Bildelemente ausgewechselt werden. «PDF rein, Buch raus» – dieser Slogan gilt bei Müller Martini auch für variable Daten.

Damit Sie sich besser vorstellen können, was das genau bedeutet, hier drei Beispiele von Druckprodukten, die aktuell mit variablen Daten produziert werden:

  • Reisekatalog: Reiseanbieter lassen mit Auflage 1 individuell gestaltete Ferienprospekte mit den favorisierten Reisedestinationen ihrer Kunden drucken – und weiterverarbeiten.
  • Schulunterlagen: Es gibt Universitäten, die auf jeden einzelnen Studenten zugeschnittene Bücher und Prüfungsunterlagen abgegeben. 
  • Fotobücher: Hier kann sich jedes Exemplar vom anderen unterscheiden. Trotzdem muss jedes Fotobuch perfekt und vor allem mit dem jeweils passenden Umschlag beim Kunden ankommen.

VDP auf dem Sammelhefter 
Auf den Sammelheftern Presto II Digital und Primera MC Digital können nicht nur digital und offset gedruckte Signaturen kombiniert werden. Die Anlagen stellen auch VDP-Produkte auf Basis einer reinen Barcode-Steuerung her. 
DS Graphics in Lowell im US-Bundestaat Massachusetts ist spezialisiert auf individuelle, personalisierte digital gedruckte Reiseprospekte mit Auflage 1. Das Unternehmen produziert die auf der letzten Seite mit der Adresse des Empfängers versehenen Reisekataloge nicht täglich, sondern in einem Paket zeitlich gestaffelt. Das Asir-3-Barcode-System vereinfacht nicht nur die Produktion und sorgt dafür, dass der richtige Umschlag zum richtigen Inhalt passt, sondern auch die postroutengerechte Aufbereitung der Pakete im Kreuzleger. Der auf jedem Bogen und Umschlag aufgedruckte Barcode enthält eine Produkt-ID (definiert den Job), eine Copy-ID (sorgt für die richtige Bogen-Reihenfolge) und eine Paket-ID (ist verantwortlich für die Paketbildung). Optimal sortiert nach den verschiedenen Postrouten, liefert DS Graphics die personalisierten Produkte auf Paletten an die Kunden.

So funktioniert VDP auf der SigmaLine
Auch die Gesamtlösung SigmaLine kann mit einem automatisierten Produktions-Workflow VDP-Produktion fahren. Mit Zusatz-Modulen rund um den digitalen Datendruck kann das Workflow-System Connex als spezialisierte VDP-Software eingesetzt werden und dabei statische wie auch variable Daten verarbeiten. Betriebe, die heute vorwiegend im Batch (Verarbeitung des identischen Produktes in einer bestimmten Menge) produzieren, können nun auch Klein- und Kleinstauflagen herstellen – bei gleichbleibendem Qualitätsanspruch an Bogenmontage und Weiterverarbeitung.

Produkte mit unterschiedlichem Inhalt und sogar unterschiedlicher Seitenanzahl können mit der SigmaLine direkt in einem Produktionslauf produziert werden. Die Signaturen werden via Barcode getrackt und Connex LineControl Pro überwacht den Produktionsprozess inklusive Rückmeldung an ein übergeordnetes Produktionssystem.
Es können normale PDF-Daten oder PDF-VT-Daten (siehe Box) verarbeitet und ausgeschossen werden. Aus den VT-Daten wird eine Reihenfolge extrahiert und die Leerseiten werden abhängig vom gewählten Falzbogen automatisch eingefügt. Bei der digitalen Bogenmontage werden Barcodes auf jede Signatur platziert. Die fertigen PDF-Bogen können dann direkt an die Druckmaschine geschickt werden.
Das Connex-System hilft auch dabei, die Produkte in eine Reihenfolge zu bringen, damit diese sinnvoll gestapelt werden können. So können zum Beispiel alle Bücher eines Schülers zusammengefasst produziert werden. Ein nachträgliches aufwändiges Sortieren der Produkte von Hand entfällt.

Das waren jetzt zwei Beispiele für die Möglichkeiten von VDP. Produkte in Auflage 1 werden heute aber auch im Bereich Hardcover (Buchlinien der Marken Müller Martini und Kolbus) und Softcover (Klebebinder der Marken Müller Martini und Kolbus) hergestellt. Wenn es Sie interessiert, wie vielfältig die Möglichkeiten heute bereits sind, dann klicken Sie auf dieses Video.

So funktioniert Variable Data Printing VDP in der Weiterverarbeitung. 

Jetzt schauen!
Schon gewusst? 
ISO Standard PDF/VT

Adobe hat an der drupa 2008 die Entwicklung eines eigenen Formats für den Transaktionsdruck bekannt gegeben. Das Unternehmen hat sich aber gleichzeitig dazu entschieden, dies in Zusammenarbeit mit anderen Herstellern der Branche zu tun. Deshalb wurde das Format an die Gremien der ISO übergeben. Nach intensiver Arbeit im Komitee wurde PDF/VT im August 2010 als Standard ISO 16612-2 freigegeben. In der Einführung heisst es: Der Standard spezifiziert Methoden für den Gebrauch von PDF für die Definition und den Austausch aller Inhaltselemente und Unterstützung der Metadaten, die für den Druck von variablen oder transaktionalen Dokumenteninhalten benötigt werden. Er wurde entworfen, um eine breite Palette von VDP-Anwendungen zu ermöglichen – vom Desktop Publishing bis hin zum Druckproduktionsprozess. Dies schliesst hybride Arbeitsprozesse mit konventionellem und digitalem Druck mit ein. 

Hier finden Sie detaillierte Infos zum ISO Standard für Variable Data Printing (VDP)-Anwendungen

Herzlichst
Ihr Pascal Keller
Product Manager Digital Solutions
Müller Martini AG


Tags: #yourstrongpartner, Finishing 4.0, Müller Martini


12.02.2019

Pascal Keller

Product Manager Digital Solutions