29.09.2021 / Georg Riva

Wie ein Palettierer Ihre Produktivität steigert

Sie wollen die Zahl Ihrer Mannstunden in der Sammelheftung um die Hälfte reduzieren? «Unmöglich», werden Sie sagen – «sehr wohl möglich», lautet meine Antwort. Denn mit dem Einsatz eines Palettierers von Solema erhöhen Sie nicht nur die Automatisierung und damit auch die Produktionssicherheit Ihrer Sammelhefterlinie, sondern Sie brauchen auch deutlich weniger Personal.

Müller Martini und Solema verbindet seit 2010 eine strategische Partnerschaft. Wir pflegen eine sehr gute, freundschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Es ist eine klassische Win-Win-Situation: Wir können unseren Kunden komplette Produktionslinien aus einem Guss sowie passende Upgrades zu bestehenden Anlagen anbieten – Solema erfüllt unsere Ansprüche an die Technologie perfekt und profitiert von unserer lokalen Präsenz in den Märkten.

Auch elf Jahre nach ihrem Beginn hat die Partnerschaft zwischen den beiden Marktführern eine ungebrochene Aktualität. Logistik- und Automatisierungslösungen von Solema sind ein fester Bestandteil von Müller Martini-Anlagen in verschiedenen Produktionssegmenten. Denn der Trend hin zu mehr Automatisierung ist allgegenwärtig. Und es ist eine grosse Herausforderung in der grafischen Branche, gut qualifiziertes Personal zu finden.

Eine höhere Automatisierung wirkt sich insbesondere im Drei-Schicht-Betrieb massiv aus 
Sie werden sich vielleicht fragen, was überhaupt für den Einsatz eines Solema-Palettierers hinter einem Sammelhefter spricht. Die Antwort auf diese Frage können Sie sich mit Blick auf Ihr Personal fast schon selber geben. Betreiben Sie eine Sammelhefter-, Softcover- oder Hardcover-Linie ohne Palettierer, haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder haben Sie eine Person an der Anlage für das Einlegen der Bogen und das Entladen der fertigen Produkte – mit der Konsequenz, dass Sie langsamer produzieren. 

Oder aber Sie haben fürs Einlegen und Entladen mehrere Personen an der Maschine – und damit sowohl höhere Kosten als auch ein höheres Risiko von Ausfallzeiten. Mit einem Palettierer brauchen Sie hingegen weniger Leute, haben damit tiefere Personalkosten und eine höhere Automatisierung – was sich insbesondere im Drei-Schicht-Betrieb massiv auswirkt. 

Der Einsatz eines Palettierers lohnt sich insbesondere bei sich wiederholenden Prozessen, denn da zahlt sich ein höherer Automatisierungsgrad – Sie kennen vielleicht den (zugegebenermassen etwas überspitzten) englischen Slogan «automate or die» – erst recht aus. Eine hohe Automatisierung spart aber nicht nur Personalkosten ein und führt zu weniger Stress für die Bediener, sondern sie sorgt dank der Einrichtung der Anlage auf Knopfdruck (Stichwort: Zero Make Ready) und dank des kontinuierlichen Produktionsflusses auch für einen höheren Netto-Output und für markant weniger Makulatur. 

Und nicht zu vergessen: Automatisierung führt auch immer zu einer höheren Produktionssicherheit, einer stabileren Produktion und einer höheren Qualität, weil es weniger händische Fehler gibt. Zum Thema Automatisierung passt auch, dass alle Solema-Maschinen in Connex, das bewährte Workflow-System von Müller Martini, eingebunden werden können.

MiniPluton und Pluton
Als Peripherie-Systeme hinter Müller Martini-Linien zur Erhöhung der Automatisierung eignen sich zwei Palettierer-Typen von Solema: der MiniPluton (maximal 20 kg pro Stapel / maximal 15 Stapel pro Minute / eine Palette im Magazin) für mittlere Auflagen – der Pluton (maximal 25 kg pro Stapel / maximal 25 Stapel pro Minute / bis zu sieben Paletten im Magazin) für mittlere und grosse Auflagen. 

Solema-Komponenten werden jedoch oft auch vorgelagert eingesetzt – beispielsweise das automatische Zuführsystem Fastbook mit Autoload. Und bei der Ventura MC ist das sogenannte Connect-System, das mehrere Fadenheftmaschinen miteinander verbindet, eine Gemeinschaftslösung von Müller Martini und Solema. Zudem gibt es auch spezielle Transportlösungen von Solema.

Solema-Systeme können mit sämtlichen Müller Martini-Anlagen in allen Produktionsbereichen verbunden werden – auch mit älteren Modellen. Noch werden Palettierer vorwiegend hinter Softcover- und Hardcover-Linien eingesetzt. Doch das Thema ist auch im Bereich Sammelheftung sehr aktuell. Und was überaus interessant ist: 95 Prozent aller Kunden, die in einen Solema-Palettierer investiert haben, kaufen danach aufgrund der positiven Erfahrungen und der Steigerung der Produktivität einen zweiten.

Tipolito Moderna: drei Palettierer hinter drei Sammelheftern
Zum Beispiel Tipolito Moderna. Das grafische Unternehmen im italienischen Due Carrare in der Nähe von Padua fertig im Offset- und Digitaldruck eine breite Palette an Verlagsprodukten. Darunter befinden sich viele kleine und mittlere Auflagen von sammelgehefteten Produkten, die auf drei 2011, 2014 und 2019 installierten Primera C130 mit je sechs Anlegern und Kreuzleger Perfetto gefertigt werden. Vor der Installation der Palettierer mussten die fertigen Produkte – die mehr als 15 Tonnen pro Schicht ausmachten (!) – von Hand entladen und palettiert werden. Dazu kam das Einlegen von Zwischenlagen und die Vorbereitung der nächsten leeren Palette. Kurz: eine überaus schwere Arbeit für die Bediener(innen). 
 
Die Geschäftsleitung beschloss deshalb, sich von der landläufigen Meinung zu verabschieden, dass eine End-of-Line-Automatisierung nur dann effektiv ist, wenn sie auf Produkte mit hohem Wert, wie beispielsweise grossformatige Hardcover- oder Softcover-Bücher, angewendet wird. Und so wurde – nachdem schon die beiden anderen Sammelhefter mit einem Mini-Pluton erweitert worden waren – im August 2020 auch der dritte Primera C130 mit einen Palettierer ergänzt (Details dazu finden Sie in diesem Video). 

Tipolito Moderna ist damit die einzige Firma in Italien, die drei Primera mit Mini-Pluton im Einsatz hat. Mit seinen Sammelhefter-Upgrades erreichte das erfolgreiche Unternehmen gleich zwei Ziele. Zum einen ist die Arbeit für das Personal jetzt viel einfacher und leichter. Zum andern wird ein Mini-Pluton in weniger als drei Jahren amortisiert, weil die Produktionsgeschwindigkeit jetzt deutlich höher ist (siehe).

7200 Mannstunden pro Jahr einsparen
Wie schnell sich Ihre Investition in eine Solema-Maschine amortisiert, kann ich Ihnen anhand eines Beispiels aufzeigen. Sie setzen dreischichtig einen Sammelhefter Primera, Prima oder Bravo von Müller Martini mit einer Produktionsgeschwindigkeit zwischen 8000 und 10'000 Takten pro Stunde sowie einen 15 Pakete pro Minute schaffenden MiniPluton von Solema ein. Vor der Installation des Palettierers brauchten Sie pro Schicht zwei Maschinenführer für die komplette Linie – also sechs Maschinenführer pro Tag. Bei 50 Arbeitswochen entspricht dies 14'400 Mannstunden.

Nach der Inbetriebnahme des Palettierers reicht pro Schicht ein Maschinenführer für die komplette Linie – also drei Maschinenführer pro Tag. Bei 50 Arbeitswochen reduzieren Sie Ihre Mannstunden auf 7200. Je nach Anzahl Schichten und Kosten für Ihre Maschinenführer können Sie einen Return on Investment in weniger als drei Jahren erzielen.

Habe ich mit meinen Ausführungen Ihr Interesse geweckt, und sie wollen wissen, wie schnell Sie einen Palettierer an Ihrem Sammelhefter amortisieren? Kontaktieren Sie uns, und wir rechnen das gerne gemeinsam mit Ihnen durch!

Ihr
Georg Riva
VP Global Sales Müller Martini