21.04.2020 / Rita Vogt

Immer für unsere Kunden da

Noch vor wenigen Wochen hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir im Ersatzteil-Service-Center einmal im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten. Doch aufgrund der rasanten Verbreitung des Corona-Virus haben auch wir bei Müller Martini Massnahmen ergriffen, um unsere Kunden weiterhin mit dringend benötigten Ersatz- und Verschleissteilen zu versorgen.

Täglich verschicken wir etwa 170 Pakete an Kunden in aller Welt – und das rund um die Uhr. 90 Prozent der Bestellungen werden am selben Tag ausgeliefert. Bis vor einer Woche hatten wir kaum Rückgänge bei den Ersatzteilaufträgen. Da jetzt aber viele Kunden einen reduzierten Auftragseingang vermelden und unsere Servicetechniker nur noch erschwert zu unseren Kunden reisen können, wirkt sich das auch auf unsere Aufträge aus. Deshalb ist es jetzt noch wichtiger, dass wir alle Bestelleingänge schnell liefern und die bei einem Maschinenausfall benötigten Ersatz- und Verschleissteile pünktlich beim Kunden ankommen. Unser oberstes Ziel ist es, dass alle Kunden-Maschinen trotz der Krise weiter produzieren können. Dafür haben wir zahlreiche Massnahmen umgesetzt. 

Was sich bei uns geändert hat? Zu Beginn der Pandemie war für mich die einschneidendste Veränderung, dass unsere Lager-Crew in zwei Gruppen aufgeteilt wurde. Die erste Gruppe arbeitete von 6 bis 14 Uhr, die zweite Gruppe von 14 bis 22 Uhr. Auch im Büro arbeitet ein Teil der Mitarbeiter heute im Home-Office. So konnten wir sicherstellen, dass bei einem eventuell auftretenden Krankheitsfall nicht die komplette Truppe in Quarantäne hätte gehen müssen und die Bestellungen unserer Kunden trotzdem weiterhin ausgeliefert werden konnten. 

Wichtig ist es, dass die Arbeiten im Wareneingang, bei der Einlagerung der Teile, in der Administration der Aufträge, beim Ausfassen sowie Abpacken und Versenden der Teile jederzeit gesichert sind. Damit wir die Bestellungen schnell abwickeln können und die Ersatzteile möglichst zeitnah auf dem Weg zum Kunden sind, arbeiten wir in einem eingespielten Team. Hier ist Routine ein wichtiger Faktor, und deshalb ist es auch unser Ziel, dass niemand aus dem Team ausfällt. Die Positionen kann man nicht so einfach von heute auf morgen ersetzen.

Jede Woche haben wir die Schicht gewechselt. Besonders wichtig war dabei der Schichtwechsel, denn es musste eine kurze Abgleichung erfolgen, damit wir das Tagesziel erfolgreich erreichen konnten. Die Herausforderung lautete, überall die Sicherheitsabstände einzuhalten. Denn es sollte sich ja niemand anstecken. Deshalb erfolgte die Übergabe bei Schichtwechseln nur über den Teamleiter oder seinen Stellvertreter. 

Neben den zahlreichen, vom Gesundheitsamt vorgeschriebenen Hygienevorschriften werden bei uns die Türklinken und das Zugangsterminal im Speditionsbereich desinfiziert. Ausserdem müssen wir alle zwei Stunden die Hände gründlich waschen. Da wir alle sensibilisiert sind, hat es sich bei uns auch eingebürgert, die Kaffee- und Mittagspausen getrennt zu verbringen.

Aufgrund der aktuellen Situation ist momentan Kurzarbeit angeordnet. Die wertvollen Erfahrungen, die wir aus dem Zwei-Schicht-Modell ziehen konnten, möchte ich in dieser Situation keinesfalls missen. Sie haben uns gezeigt, dass wir kurzfristig die ganze Abteilung und unsere Organisation bei gleichbleibend hohem Qualitätsbewusstsein umkrempeln können. Wir haben es bisher geschafft, unsere Kunden trotz leichten, aber jederzeit kommunizierten Verzögerungen zufriedenzustellen.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Bereits heute kann es teilweise zu Verspätungen von einem Tag kommen, wobei Expresslieferungen privilegiert behandelt werden. Wir rechnen mittelfristig mit einer Zunahme von Fehlteilen und längeren Lieferfristen, da auch unsere Lieferanten zunehmen Schwierigkeiten bei der Teilelieferung haben. Trotz der anspruchsvollen Situation setzen wir aber alles daran, unsere Kunden bestmöglich bedienen zu können. 

Auf jeden Fall können Sie jederzeit auf unser Team zählen!

Herzliche Grüsse


Ihre
Rita Vogt
Mitarbeiterin Lager Ersatzteil-Service-Center
 
21.04.2020 Rita Vogt Mitarbeiterin Lager Ersatzteil-Service-Center