Die Conrad-Bibel ist zurück – Navigation statt Nostalgie
Es ist das perfekte Beispiel für die Symbiose zwischen Print und Online: Nach achtjähriger Pause veröffentlicht Conrad Electronic – mit über 10 Millionen Artikeln von mehr als 6000 Marken in seinem Online-Shop einer der führenden Anbieter in den Bereichen Technik und Elektronik in Deutschland – wieder einen gedruckten Katalog. Im 960 Seiten starken B2B-Katalog belebt Conrad Electronic das traditionelle Format neu. Doch wer hinter diesem Entscheid lediglich Nostalgie vermutet, liegt falsch. Denn das Unternehmen will damit ein markantes Zeichen im B2B-Sektor setzen und bietet ein Navigationstool für alle an, die nicht 7/24 digital unterwegs sind.
Conrad setzt neben digitalen Kanälen auch wieder auf analoges Marketing. Der neue Katalog folgt dem kürzlich gelaunchten Loyalitätsprogramm Conrad PRO, und weitere spannende Benefits für Conrad-Kunden stehen – wie CEO Ralf Bühler in einer Medienmitteilung auf der Firmen-Website schreibt – in den Startlöchern. «All das wird die Art und Weise, wie Unternehmen ihren technischen Bedarf decken, spürbar verändern – noch digitaler, vernetzter und einfacher aus einer Hand. Seit über 100 Jahren steht Conrad für technische Beschaffung in Deutschland und Europa. Was immer bleibt: unser Anspruch, der Partner zu sein, auf den sich unsere Kunden verlassen können. Was sich verändert: wie wir diesen Anspruch einlösen.»
«Nicht jede Entscheidung beginnt online»
Zwar leben wir in digitalen Zeiten. Und doch beginnt laut Ralf Bühler nicht jede Entscheidung online. «Manchmal braucht es einen alternativen Einstiegspunkt. Einen, der jederzeit griffbereit auf dem Schreibtisch oder der Werkbank liegt. Für genau diese Arbeits-Settings haben wir unsere Katalog-Tradition wieder aufleben lassen.» Conrad verfolgt mit diesem Schritt jedoch einen innovativen Ansatz. Die Kombination aus digitaler Plattform, strukturierten Produktdaten, Künstlicher Intelligenz und automatisierten Prozessen ermöglicht etwas völlig Neues – einen Katalog, der nicht isoliert erstellt, sondern direkt aus dem digitalen System heraus generiert wird.
Ob Automation, Bauelemente, Werkzeug, Mess- oder Gebäudetechnik: Bei mehr als 10 Millionen Produktangeboten auf einer Plattform ist nicht die Verfügbarkeit das Problem. Die Herausforderung besteht darin, sich zu orientieren. Was zählt, sind Struktur, Relevanz und Vorauswahl. «Genau deshalb ist unser Katalog zurück. Nicht als nostalgisches Projekt, sondern als Snapshot der Conrad Sourcing Platform, der Orientierung bietet, als Filter dient und als Einstieg zu Echtzeitinformationen fungiert», so Ralf Bühler wörtlich.
Direkte Anknüpfungspunkte ins digitale Universum
An jeder Stelle finden Geschäftskunden in der als Filter und Orientierungshilfe dienenden Conrad-Bibel direkte Anknüpfungspunkte ins digitale Conrad-Universum. Anders als frühere Generationen veraltet der neue Conrad Katalog nicht am Tag des Drucks. QR-Codes auf jeder Seite führen zu Artikeldetailseiten mit Live-Preisen, aktueller Verfügbarkeit und verwandten Produkten auf der Firmen-Website. Die 7200 im Katalog vorgestellten Artikel sind bewusst gewählt, stehen stellvertretend für das Gesamtsortiment der Plattform und eröffnen gleichzeitig einen schnellen und einfachen Zugang zur kompletten Produktauswahl.
Auf den 960 Seiten macht Conrad ausserdem die strategische Stärke als Lösungsanbieter erlebbar. Der Katalog informiert umfassend über Systemanbindungen, E-Procurement-Lösungen und das gesamte Service-Portfolio des Unternehmen. «Somit dient die neue Katalog-Generation auch als Kompass», betont Ralf Bühler. «Sie bietet die Übersicht eines Buches, nutzt aber die volle Effizienz des Online-Shops für den eigentlichen Bestellprozess. Damit schliessen wir die Lücke zwischen haptischer Inspiration und digitalem Komfort. Der Kunde kann sich offline informieren, um dann mit nur einem Scan seinen gewohnten, effizienten Bestellprozess in der digitalen Welt starten.»