30. Oktober 2025

«The Week Junior» – ein erfolgreiches Magazin für die Kids-Community

Kinder zum Lesen von Zeitschriften und Büchern zu begeistern, war noch nie ein leichtes Unterfangen, heute ist es aufgrund der sozialen Medien noch schwerer geworden. Umso erfreulicher, dass es dem Magazin «The Week Junior» gelingt, mit seinem redaktionellen Konzept und seiner Gestaltung Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren anzusprechen und zum Lesen zu bewegen. Und das bereits seit über fünf Jahren.

«The Week Junior» berichtet faktenbasiert und will Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren helfen, die Welt zu verstehen, damit sie ihre eigene Meinung bilden und sich in der Gesellschaft zurechtfinden können. Es ist das einzige Magazin in den USA, das sich direkt an Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren richtet. Die Chefredakteurin, Andrea Barbalich, meint zu dieser Erfolgsgeschichte: «Wir begegnen unseren jungen Leserinnen und Lesern auf Augenhöhe und fördern so ihre Lust zum Lesen, Lernen und Handeln. Kinder in diesem Alter sind unglaublich neugierig, gut informiert und stecken voller Tatendrang. Die Generation Alpha zu verstehen und für sie passende Geschichten zu finden und zu schreiben, ist das, was uns jeden Tag antreibt.» Kinder in diesem Alter seien eine Traumzielgruppe, die sehr positiv darauf reagiert, dass es sich bei «The Week Junior» um ein Print-Magazin handelt.

Auf KI wird bewusst verzichtet
Jede Ausgabe – Umfang von 32 Seiten – ist vollgepackt mit allem, was neugierige Kinder heute wissen wollen. Das reicht von aktuellen Ereignissen in den USA und der ganzen Welt bis hin zu Geschichten über Tiere, Wissenschaft, Sport, Kunst, Unterhaltung und vielem mehr. Alle Artikel sind altersgerecht aufbereitet, und ausgewogen geschrieben, ohne dabei einen belehrenden Ton anzuschlagen. Das Magazin wird seit 2020 ausschliesslich im Abonnement vertrieben und erreicht mittlerweile 100.000 Haushalte. Für die Kinder fühlt es sich wie ein Geschenk an – und nicht wie eine getarnte Hausaufgabe. Über das Magazin hinaus umfasst das Angebot die Plattform «theweekjunior.com» und Aktivitäten auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest (für Eltern) sowie PopJam (für Kinder). Auf Künstliche Intelligenz werde ganz bewusst verzichtet, versichert Andrea Barbalich: «Unser Magazin wird von Menschen erstellt, denen es wirklich am Herzen liegt, jede Woche das bestmögliche Produkt zu schaffen.»

Das schnellste Wachstum am US-Magazin-Markt
Das ist umso erstaunlicher, als es nur 20 Prozent der Neugründungen von Zeitschriften in den USA schaffen, sich länger als vier Jahre am Markt zu halten. Umso grösser ist die Freude, dass «The Week Junior» zu den am schnellsten wachsenden Magazinen am US-Markt gehört, gefolgt von «The Atlantic» und «New York» auf den Plätzen zwei und drei. In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 stiegt die Auflage von «The Week Junior» laut der «Allianz für Audited Media» um 23 Prozent. Andrea Barbalich betont in diesem Zusammenhang: «Wir haben über die Jahre hinweg sehr hart daran gearbeitet, dieses Vertrauen bei den Eltern aufzubauen und ihnen zu zeigen, dass wir eine unparteiische, unvoreingenommene Informationsquelle für ihre Kinder sind, die ihnen hilft, dank kindgerechter Aufbereitung die Nachrichten richtig einordnen zu können.»

Interaktive Rubriken wie «The Big Debate», laden die Leser ein, sich zu den Nachrichten der Woche zu äussern. Zu den jüngsten Initiativen gehören saisonale Features wie «Summer of Reading» mit Buchempfehlungen für Kinder sowie ein Foto- und Illustrationswettbewerb. Neu ist auch eine jährliche nationale Umfrage, welche die anstehenden Themen einfängt. Neben Inhalten für Kinder werden zudem Themen wie elternorientierte Kommunikation zu aktuellen Themen und Ressourcen für Pädagogen bereitgestellt.

Community Building
«Ein weiterer Faktor ist, dass wir mit dem Magazin etwas geschafft haben, was noch niemandem zuvor in den Vereinigten Staaten gelungen ist. Eltern und Kinder haben erkannt, wie positiv das Lesen nicht nur für die Kinder ist, sondern Gesprächsstoff für die ganze Familie liefert», erläutert die Chefredakteurin. Zusätzlich gelang es mit gezielten Initiativen, eine Community aufzubauen – eine davon ist das Junior Council. Jedes Jahr werden zwölf Kinder ausgewählt und in den Redaktionsbeirat berufen. Die Kids verbringen vier Monate in der Redaktion, wo sie das journalistische Handwerk von der Pike auf lernen. Nach dem Abschluss des Junior Council wählen sie ein Thema, recherchieren dazu und schreiben ihren ersten eigenen Artikel, der dann im «The Week Junior» veröffentlicht wird. «Mit dem Junior Council haben wir einen Funken entfacht, der auf die Leserschaft übergesprungen ist und ganz wesentlich zum Community-Building beigetragen hat. Und er hat uns gezeigt, dass dies auch mit einem gedruckten Magazin möglich ist», fasst Andrea Barbalich ihre Erfahrungen zusammen.

30. Oktober 2025

Knud Wassermann

Chefredaktor «Graphische Revue»

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