16. September 2025

Kleine Auflagen kostengünstiger und schneller produzieren

Weil die Bedeutung von kleineren Auflagen in den vergangenen Jahren zugenommen hat, investierte BJU Press in Greenville (USA)in ein digitales Buchblock-Produktionssystem SigmaLine III mit angekoppeltem Klebebinder Alegro Digital von Müller Martini.

Seit 1974 stellt BJU Press mit Sitz in Greenville im amerikanischen Bundestaat South Carolina Printprodukte im Segment Bildung her. Als gemeinnütziger Geschäftsbereich der BJU Education Group zählt BJU Press mit über 450 Mitarbeitenden, die im 5/24-Schichtbetrieb tätig sind, zu den grössten Produktionsstätten der Region. Das Unternehmen deckt sämtliche Bereiche ab – von Druckerei und kreativer Entwicklung über Bildung und Marketing bis hin zu Finanz- und Betriebswesen.

«Wir fertigen Printprodukte ausschliesslich für BJU Press sowie für mehrere mit uns eng verbundene Organisationen», sagt Bill Robson, Senior Manager Printing Operations. «BJU Press ist auf die Herstellung von Bildungsmaterialien für die Vorschule bis zur 12. Klasse spezialisiert und fördert eine biblische Weltanschauung, akademische Integrität und innovative Technologielösungen. Zu den von uns angebotenen Bildungsmaterialien gehören Lehrbücher, Videokurse, digitale Ressourcen und Online-Lernplattformen für christliche Schulen und den Heimunterricht.»

Enorme Reichweite
Die Produkte von BJU Press haben eine enorme Reichweite. «Im vergangenen Jahr verzeichneten wir über 350’000 Kunden und mehr als 3 Millionen Produktkontakte – will heissen: Interaktionen mit unseren Lehrbüchern, Videokursen und Lernplattformen – pro Tag», hält James Llewellyn, Director of Manufacturing and Distribution, stolz fest.

Zu den Kerngeschäften von BJU Press gehört die Fertigung von jährlich über 3 Millionen Softcover-Büchern. Zwar liegen die höchsten Auflagen bei über 30’000 Exemplaren pro Titel. Doch in den vergangenen Jahren hat die Bedeutung von kleineren Auflagen – sprich wenige hundert Exemplare – zugenommen. Book-of-One fehlt aktuell noch im Produktsegment von BJU Press. «Aber wir würden das in Zukunft gerne auch anbieten, weshalb wir unsere Digitaldruck-Kapazitäten kontinuierlich erweitern», sagt James Llewellyn.

 Von links: Carlos Martins (Head of Solutions Manager Muller Martini North America), Andy Fetherman (President and CEO Muller Martini North America), Bill Robson (Senior Manager Printing Operations BJU Press), James Llewellyn (Director of Manufacturing and Distribution BJU Press), Peter Wolfram (Regional Sales Manager Muller Martini North America)

Ausschliesslich Digitaldruck
Gedruckt wird in Greenville seit Frühling 2024 ausschliesslich digital – unter anderem auf einer ColorStream 6900 von Canon und einer PageWide T485 von HP, beides Inkjet-Rollendruckmaschinen. Um die breiten Seiten der T485 weiterverarbeiten zu können, investierte BJU Press in ein an die Druckmaschine inline angebundenes digitales Buchblock-Produktionssystem SigmaLine III mit angekoppeltem Klebebinder Alegro Digital.

«Die beiden Müller Martini-Maschinen sind eine optimale Kombination, ergänzen sich gegenseitig und sind ideal für unsere Produktionsanforderungen», sagt James Llewellyn. «Wir haben mit unserer Inline-Lösung Druckmaschine/digitales Buchblock-Produktionssystem/Klebebinder, die sich als äusserst zuverlässig erwiesen hat, gute Erfahrungen gemacht. Ausserdem vertrauen wir auch in der Sammelheftung mit einem um das Jahr 2000 herum installierten Minuteman auf Müller Martini und hatten früher ein Softcover-System Normbinder im Einsatz.»

Ziel: Book-of-One-Niveau erreichen
Die SigmaLine III und der Alegro Digital ermöglichen es BJU Press, kleine Auflagen kostengünstiger und wesentlich schneller zu produzieren. «Wir sind sehr zufrieden mit der neuen Müller Martini-Lösung», betont James Llewellyn.

Er sieht in der digitalen Buchproduktion für BJU Press für die kommenden Jahre weiteres Potenzial. «Noch besser aufgestellt wären wir, wenn wir das Book-of-One-Niveau erreichen könnten. Dann könnten wir die meisten unserer Bestellungen für den Heimunterricht auf Abruf drucken. Dies würde den Lagerbestand reduzieren und die Auftragsabwicklung beschleunigen, wodurch die Kosten erheblich gesenkt würden. Die grösste Herausforderung sehen wir in der Produktion der Umschläge, die nach der Fertigung der Buchblöcke in den Klebebinder gegeben werden.»